Als die Formel 1 in den 1950er Jahren begann, sahen die Autos ganz anders aus als wir es heute kennen. Sie waren nicht die aggressiv geformten Raketenschiffe auf Rädern, die wir auf Rundkursen sehen; sie waren eher wie geschrumpfte Zuglokomotiven mit Fahrradrädern.

Aber abgesehen von den dünnen Rädern, dem Mangel an Aerodynamik und dem insgesamt blockigen Erscheinungsbild ist ein weiterer bemerkenswerter Unterschied die Tatsache, dass F1-Autos in den 1950er Jahren fast völlig frei von Sponsorenaufklebern waren. Stattdessen lackierten die Teams ihre Autos einfach in den Farben ihres Landes – Rot für Italien, Grün für Großbritannien und Silber für Deutschland.

Die einzigen Ausnahmen waren die kleinen Logos von Reifen-, Öl- und Kraftstofflieferanten, die gelegentlich im Austausch gegen Rabatte oder Werbegeschenke auf die Autos gelangten.

Das änderte sich Ende der 1960er Jahre, als Colin Chapman mehr Geld für sein Lotus-Team aufbringen musste. Seine neuartige Idee war es, sein Auto in den Farben der Marke seines Sponsors zu lackieren, die Tradition abzuschaffen und die Formel 1 zu dem kommerziellen Kraftpaket zu machen, das sie heute ist.

Heute sind F1-Autos die schnellsten Reklametafeln der Welt, von der Nase bis zum Diffusor mit Logos übersät.

Einige dieser Logos sind das Ergebnis eher langweiliger Geschäfte mit Unternehmensmarken, die in den Hintergrund treten und meist ignoriert werden. Andere sind einzigartig, interessant und sogar geradezu cool. Hier sind einige der Sponsoring-Deals, die in die letztere Kategorie fallen.

PokerStars- Red Bull Rennen

Red Bull ist eine Marke, die mit aufregenden Abenteuern, dem Überschreiten von Grenzen und dem Erreichen des Unmöglichen in Verbindung gebracht wird Red Bull Racing Team ist eine vollständige Verkörperung davon. In seinen Anfängen wurde es als „nur ein Getränkeunternehmen“ abgeschrieben, aber es hat sich inzwischen zu einem der erfolgreichsten Teams der Neuzeit entwickelt.

Die coolsten und interessantesten F1-Sponsoring-Deals aller Zeiten

Max Verstappen beim Fahren  Red Bull RB18 in Zandvoort (Foto von Clive Mason/Getty Images)

Als das Team im Januar bekannt gab, dass es sich geeinigt hatte exklusive Partnerschaft mit PokerStars, wenige waren überrascht. Die beiden Unternehmen sagten, dass sie hofften, dass der Deal ihnen helfen würde, ein Publikum mit ähnlichen Interessen zu erreichen, ein vernünftiges Ziel, da PokerStars eine etablierte Unterhaltungsmarke ist, die Raum für Abenteuerlustige bietet.

Was diese Sponsoring-Vereinbarung so einzigartig macht, ist, wie gut die beiden Unternehmen aufeinander abgestimmt sind. Es ist eine erfrischende Abwechslung zu den üblichen Angeboten, die sich anfühlen, als wäre es nur ein Logo, das auf ein Auto geklatscht wird.

Google - McLaren

Im Jahr 2022 änderten sich die F1-Regeln dramatisch. Während ein Großteil des Fokus auf der Bodeneffekt-Aerodynamik und der radikal neu gestalteten Form lag, war eine der weniger diskutierten Überarbeitungen die Tatsache, dass es den Teams nicht erlaubt ist, Radkappen an ihren Autos anzubringen.

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Vorderräder mit Google-Logo (McLaren MCL36) während des Samstagstrainings 2022 Bahrain F1 GP

Die meisten Teams haben ihre Abdeckungen einfach so lackiert, dass sie wie normale Räder aussehen, aber McLaren hat etwas anderes gemacht.

In einem Deal mit Google hat das Team seine Radkappen so gestaltet, dass sie wie die des Technologieriesen aussehen Chrome-Browser-Logo.

Wie die PokerStars-Red Bull Deal, es passt auch hervorragend zu McLaren, das den Ruf hat, ein High-Tech-Team zu sein, unterstützt durch sein futuristisches „Technology Centre“-Hauptquartier.

Ocean's 12 - Jaguar

2004 das Team, das jetzt ist Red Bull, wurde als Jaguar bekannt. Das diesjährige Auto war eine Mischung aus britischem Renngrün, Weiß (für das HSBC-Logo) und Schwarz (hauptsächlich um die Barge Boards herum).

Zusätzlich zu den Saisonsponsoren des Teams schloss es jedoch Verträge mit einer Reihe von kurzfristigen Partnern ab, die ihr Branding nur für einen (oder einige wenige) Grands Prix auf dem Auto hatten.

Eddie Irvine Jaguar Monaco 2002

Irvine fährt den Jaguar in Monaco (2002)

Bei der Grand Prix von Monaco In diesem Jahr war der temporäre Sponsor Ocean's Zwölf, die Fortsetzung des beliebten Überfallfilms mit fast jedem Hollywood-Schauspieler der 2000er Jahre.

Neben der Sonderlackierung einigte sich das Team darauf, das Auto von Christian Klien mit einem Diamanten zu versehen. Dieser riesige Diamant, der sich auf dem Nasenkonus direkt über den Pfosten befindet, die mit dem Frontflügel verbunden sind, war über 300,000 Dollar wert.

Doch als der Österreicher sein Auto in der ersten Rennrunde in den Leitplanken parkte, löste sich dieser teure Stein und fiel herunter.

Wohin es ging, weiß bis heute niemand, trotz intensiver Suche.

Obwohl es ein teurer Unfall war, hat es für das Team und seinen Sponsor wahrscheinlich sehr gut geklappt, da der Stunt und sein Missgeschick viel Medienaufmerksamkeit erregten.


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